Die Idee

Ohne einheimische Lebensmittel macht Essen kein Spass.

Schon als Kind war ich oft auf Bauernhöfen und bin es heute noch. Als ehemaliger Mitarbeiter von Bio Suisse, Koch, Zimmermann, Hausmann und Sozialarbeiter aus dem ländlichen Eschenbacher weiss ich um den Wert von einheimischen Lebensmitteln. Ich weiss aber auch, wie eng die Margen, der Produktionsdruck und die Vorgabendichte für Bauern ist. Das letzte was wir in der Coronakrise jetzt noch brauchen, sind "Geiz ist Geil"-Kunden, welche darauf warten, dass die Preise für Eier, Fleisch und Käse noch mehr  zusammenfallen. Man kann über Landwirtschaft und Subventionen viele Meinungen haben. Wer jedoch mal auf einem Bauernbetrieb, Backstube, Käserei oder Küche gearbeitet hat, weiss das Lebensmittelproduktion ein knallharter Job mit unglaublichen Präsenzzeiten ist und schlecht bezahlte körperliche Strapazen abverlangt.

REICH WERDEN DIE WENIGSTEN DAVON

- ES REICHT ZUM LEBEN.

KAUFEN SIE JETZT EINHEIMISCHE PRODUKTE und setzen sie ein Zeichen gegen "Geiz ist Geil" und den interkontinentalen Wahnsinn, der Corona überhaupt erst zum Problem werden liess.

Ivo Kuster, geschrieben am 21.03.2020

Warum es nah&direkt.ch braucht

Einkaufen ist heute sehr anonymisiert. Wir gehen in den Laden, nehmen was wir brauchen und bezahlen schnell und einfach mit der APP oder Scannen selbst. 

Viele kaufen sich mit "Labels" auf den Produkten eine verborgene Sehnsucht zurück. Man will eigentlich wissen, dass etwas GUT ist und WOHER es kommt. "Us de Region" bei Migros kommt wahrscheinlich aus ca. 6 Regionen in der die Schweiz in der Migros unterteilt ist - es wäre also Zufall, wenn sich ihr Begriff von "Ihrer Region" tatsächlich mit dem Herstellungsort des "Us de Region" Artikels deckt. 

Fertiggerichte werden aus Fleisch hergestellt, von welchem sie bei Angesicht der Zustände in deren Schlachthöfen sofort zum Vegetarier würden.  Das Marketing macht daraus jedoch ein "gesundes" und die Nahrungsmittelchemie eine "leckere" Mahlzeit.  

DANK CORONA könnten Sie sich an der eigenen Nase nehmen und sich wieder an das "ungewohnte" Einkaufen direkt beim Produzenten gewöhnen. Im schlimmsten Fall müssen sie dabei ein für sie neues Lernfeld betreten - im besten Fall lernen sie, was Essen einkaufen ohne Verpackungswahnsinn, Etikettenschwindel und aufwändiges Marketing heisst. Ich bin überzeugt: Jedes Produkt das nicht den Weg über den Grossverteiler macht, ist frischer, ehrlicher und ökologischer!  Wenn sie mit den wahren ProduzentInnen von Lebensmitteln zusammentreffen wissen sie wofür sie Geld für Essen ausgeben - und haben dabei auch nicht mehr ständig das Gefühl, marketing-psychologisch reingefallen zu sein. 

Corona = Preiszerfall

Es darf doch nicht sein, dass die Kuh nebenan wegen einem neuen Grippevirus aus China weniger wertvoll sein soll?  

Das wird jedoch passieren. Der Bedarf an einheimischen Lebensmitteln geht zurück, weil Fertigfood und Büchsenplunder gekauft wird.

 

Sobald alle Tore an der Landesgrenze wieder aufgehen werden weitere Tonnen an zuviel produzierten Lebensmitteln aus dem Ausland den Markt schwemmen. Nur direkter Bezug von Lebensmitteln beim Landwirt, Beck und Käser schützt vor Preiszerfall. Für Sie ist es vielleicht nur ein kleiner Teil ihres Essensvorrats - für den Produzent vor ihrer Haustür jedoch seine Existenzgrundlage.

Alleine in Eschenbach werden wahrscheinlich mehr Eier, Käse und Fleisch produziert, als die Rapperswil Jona isst. 

Idee

Idee & Webmaster

Ivo Kuster

Rickenstrasse 3

8733 Eschenbach

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